2017 - Interkulturelle Kompetenz ist Thema der Supervison

Interkulturell kompetente Institutionen

Eine interkulturell kompetente Einrichtung ist eine selbstreflexive, lernende Organisation. Pädagogische Fachkräfte benötigen für eine kompetente Arbeit entsprechende Rahmenbedingungen, die den Fachkräften ermöglichen, gelassener mit Unsicherheiten umgehen zu lernen und dadurch ihre Handlungsfähigkeiten zu erweitern.
Da Fachkräfte in Alltagssituationen oft direkt reagieren und handeln müssen brauchen sie die Kunstfertigkeit, immer wieder auch nicht gelingendes Handeln als Ausgangspunkt einer professionellen Reflexions- und Handlungskompetenz weiterentwickeln zu können.
Allein Empathie, Toleranz und Wissen über andere Kulturen reichen nicht aus.

2016 - Neue Herausforderungen

Besorgniserregebende Befunde aus Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlingskinder

In einer Presseerklärung vom 09. 12. 2105 teilt die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e. V.  (DGSPJ) mit, dass die Mehrzahl der syrischen Flüchtingskinder in besorgniserregendem Maß massiv körperlich und psychisch belastet ist.
Neben körperlichen Krankheiten ist es beonders gravierend, dass 22% der syrischen Kinder unter einer Posttraumatischen Belastungsströung (PTBS) leiden, 16 % unter einer Anpassungsstörung.
Die DGSPJ fodert:
  • Psychoedukative Maßnahmen für Flüchtlingsfamilien in Erstaufnahmeeinrichtungen,
  • Angebote für stabilisierende therapeutische Kurzinterventionen belasteter Familien,
  • Integration von Kindern und Jugendlichen mit intensivem Behandlungsbedarf in traumaspezifische Einrichtungen.

Informationen zu dieser Problematik finden Sie auf der 18. Jahrestagung der DeGPT "Trauma 2016".

September 2014

10. Kinderschutzforum 10. bis 12. September 2014

Ich liebe fachlichen Austausch. So habe ich vom 10. Kinderschutzforum im September 2014 in Köln wieder einen
Koffer voller Anregungen mit nach Hannover nehmen können.
Hier einige Sätze, die ich in den Veranstaltungen und Foren in spontan notiert habe:

Müssen Helfer zu den Kinder passen?
Müssen Kinder zu den Helfern passen?

Techniken reichen nicht aus, das Zusammenwirken des Teams zu verbessern, der Mensch am anderen Ende (des Seils) zählt.

Große Unterschiede bei "Zuwendung" für Kinder: Haushalte mit arbeitenden Eltern, klassische Familie.

Kinder empfinden sich 2013 von ihren institutionellen Betreuern weniger wertgeschätzt im Vergleich zu den Vorjahren (Untersuchung 2010 und 2013) - Überlastung der Betreuer?

Soziale Realitäten werden von Kindern erstaunlich genau erfasst.

www.kindgerechtes-deutschland.de Beteiligung muss auch gelebt werden.

Die Kinder- und Jugendhilfe muss auch Verantwortung für sich selbst übernehmen - Stichwort Ressourcen.

Große Diskrepanz in Selbst- und Fremdwahrnehmung bei sozialpädagogischen Betreuern die mit traumatisierten Kindern arbeiten.
Wichtig: Erfahrungen im Gruppenalltag. Klima in der Einrichtung, dialogische Struktur. Immer wieder neu auf die Kinder zugehen.

Eltern müssen mitgenommen werden, aber wie?
Wie gehen wir mit "Rückfällen" um?